Birger RADDE  Bariton
 
 
  BIOGRAPHIE  

 

"Birger Radde vollbringt in der Titelrolle eine Großtat auch deswegen, weil sein Spiel diese Abgründigkeit besitzt und weil sein markiger Bariton nicht nur nach Grandezza und Brillanz sucht (die er indessen sehr wohl besitzt), sondern auch nach dem Schmutz der Welt."
Opernwelt 12/2019

2021/22 ist der deutsche Bariton der DON FERNANDO in Fidelio beim Maggio Musicale Fiorentino unter der Musikalischen Leitung von Mo. Zubin Mehta und verkörpert die Titelrolle des WOZZECK an der Opéra de Monte Carlo.
Sein Debut als WOLFRAM in Tannhäuser macht er bei den Festspielen Heidenheim. Diese Rolle singt er in der Saison 22/23 auch an den Opern in Modena und Reggio Emilia in Italien.

2019 wurde der deutsche Bariton in der Kritikerumfrage des Magazins Opernwelt als Nachwuchssänger des Jahres für seinen "bildschönen, karriereverdächtigen Kavalierbariton" ausgewählt und 2020 als bester Sänger des Jahres für seine Interpretation des DON GIOVANNI.

Zuletzt war Birger Radde als DON GIOVANNI, CONTE in Le nozze di Figaro, PAPAGENO in Die Zauberflöte, EISENSTEIN in Die Fledermaus, TIERBÄNDIGER/ATHLET in Lulu, FRANK/FRITZ in Die tote Stadt, RENATO in Un ballo in maschera, ENRICO ASHTON in Lucia… am Theater Bremen erfolgreich.

Gastspiele führten ihn als EUGEN ONEGIN an das Nationaltheater Weimer, als ORFEO von Monteverdi zum Norfolk Chamber Music, an die Oper Leipzig, die Oper Bukarest, das Theater Kiel und zu den Opernfestspielen Miskolc/ Ungarn.
Als Preisträger des Wettbewerbs "Kammeroper Schloss Rheinsberg" 2009 gestaltete er die Partie des Tarquinius in "The rape of Lucretia" von B. Britten.

Der in Norddeutschland geborene Sänger ist Absolvent der Musikhochschulen in Dresden und Leipzig und der renommierten Yale University in den USA. Meisterkurse bei Richard Miller, Christian Gerhaher und Peter Schreier ergänzten seine Ausbildung. Derzeit wird Birger Radde von dem italienischen Bariton Gianni Maffeo betreut. Erste Bühnenerfahrungen sammelte der Bariton im Festengagement an den Theatern Hof (2012 - 2015) und Münster (2016/17).

Neben der Operntätigkeit konzertiert der Sänger regelmäßig mit einem umfangreichen Lied- und Oratorienrepertoire im In- und Ausland (u.a. Passionen von J.S. Bach, Elias von F. Mendelssohn-Bartholdy oder dem Brahms Requiem).
Er gab Liederabende u.a. in der Accademia di S. Cecilia/Rom, dem Ateneo Veneto/Venedig, dem Deutschen Haus New York/USA oder der Liederhalle Stuttgart.

Die Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Hellmut Rilling, Marc Albrecht, Frank Ollu, Attilio Cremonesi und Stephen Layton sowie der Akademie für Alte Musik Berlin, dem Ensemble Modern und dem Gewandhausorchester Leipzig führte ihn in so wichtige Konzertsäle wie die Berliner Philharmonie, das Gewandhaus Leipzig, de Singel/ Antwerpen und das BOZAR/Brüssel.

 

 
 
 
KRITIKEN
 
Theater Pforzheim - Don Giovanni - DON GIOVANNI
So wie er ihn singt und spielt, macht Birger Radde klar, dass Don Giovanni eine Lücke hinterlassen wird. Mit attraktiv virilem Bariton, ist Radde nicht nur im rasenden Tempo der coloraturgenauen Champagnearie als cooler, machtgeiler Verführer in Jeans perfekt. Vielmehr legt er in der Kanzonetta auch die andere Seite des Verführers bloß, der in betörend ebenmäßigen und leisen Flehen in einem intimen Moment sein Innerstes offenbart.
BNN – Nikolaus Schmidt
Im Mittelpunkt steht unangefochten Birger Radde (als Gast), der mit kernigem Bariton in müheloser Höhe und stimmlicher wie darstellerischer Autorität die Titelrolle zu einer rundum stimmigen, modernen Figur gestaltet. Ob im schmeichelden Ständchen, im drängenden Werbeduett mit Zerlina oder in der auftrumpfenden „Champagnearie“, einem glänzenden Höhepunkt dieser Aufführung - stets weiß der Sänger durch Präsenz und Persönlichkeit zu überzeugen.
Pforzheimer Zeitung – Rainer Wolff
Theater Bremen – DON GIOVANNI (Oktober 2019)
Die Aufführung wird dominiert von dem darstellerisch brillianten Birger Radde als Titelhelden Don Giovanni.
IOCO
www.ioco.de
Doch zurück zu Radde und Heinrich: Beide bewältigen ihre Partien mit Bravour. Radde muss als Don Giovanni auf eine große Arie verzichten, hat gleichwohl eine ganze Menge zu singen, was er mit voll tönendem Bariton erledigt.
Weser Kurier
www.weser-kurier.de
Birger Radde vollbringt in der Titelrolle eine Großtat auch deswegen, weil sein Spiel diese Abgründigkeit besitzt und weil sein markiger Bariton nicht nur nach Grandezza und Brillanz sucht (die er indessen sehr wohl besitzt), sondern auch nach dem Schmutz der Welt.
Opernwelt 12/2019 Jürgen Otten
Theater Bremen - Die tote Stadt – FRANK (Juli 2019)
Und plötzlich erleben wir tatsächlich den magischen Moment von Pierrots utopischer Ballade "Mein Sehnen, mein Wähnen, es träumt sich zurück."
Opernwelt 07/2019
Theater Bremen - Un ballo in maschera – Renato
Birger Radde ist ein Renato mit italienischem Timbre und vollendeter Gesangskunst. Von tiefer Schwärze bis zur glänzenden Höhe verbindet er mühelos alle Register seiner ausgeglichenen, klangschönen und mitreißenden Stimme. Ein ausgezeichneter Renato, wie er selten zu hören ist.
IOCO, Michael Stange, 04/11/2018
www.ioco.de
An erster Stelle der SängerInnen darf Birger Radde als Renato genannt werden, beglückend mitreißend sitzt seine charismatisch schöne Stimme.
NMZ
www.nmz.de
Theater Bremen - Lucia di Lammermoor - ENRICO
Der Bariton Birger Radde war mit seinem kernigen, perfekt ausbalancierten Stimmklang ein leidenschaftlicher Enrico. Die eher bösartige und intrigante Interpretation dieser Rolle erinnerte schon an den Charakter Jagos‘. Großartig!
Opernparadies 02/2018
 
 
SZENENFOTOS
Theater Pforzheim - Don Giovanni
© Theater Pforzheim
 
Theater Pforzheim - Don Giovanni
© Theater Pforzheim
 
Theater Pforzheim - Don Giovanni
© Theater Pforzheim
 
Theater Bremen - Don Giovanni
 
Theater Bremen - Don Giovanni
 
Theater Bremen - Don Giovanni